Reifen & Felgen ABC - H

Hier erklären wir alle wichtigen Begriffe mit dem Buchstaben "H": Hump, Herstellung, High-Performance Reifen, Höhenschlag, Höchstgeschwindigkeit, Geschwindigkeitsindex H, Haftung, Homologation, Hauptprofilreifen, Hybrid-Fahrzeug

Wann wurden meine Reifen hergestellt?

Das Alter spielt bei Reifen natürlich eine große Rolle, doch wie alt ist der Reifen? Das lässt sich Über die vierstellige Department of Transportion (DOT) Nummer selber leicht herausfinden. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche. Die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr. Kann man auf dem Reifen z.B. die Aufschrift: DOT 3020 ablesen, wurde der Reifen in der 30. Kalenderwoche im Jahr 2020 gefertigt.

Was ist der Hump bei Felgen?

Frei übersetzt ist „Hump“ der Höcker, der Buckel bzw. der Hügel! Der Hump beim Rad ist eine Ausbuchtung an der Felgenschulter. In der Regel sind zwei Ausbuchtungen vorhanden, man findet diese an der Innen- und Außenseite vom Rad. Der Hump sorgt dafür, dass der Reifenwulst nicht in das Felgenbett springen kann. Dieses könnte bei einer hohen Querbelastung oder aber bei einem zu geringem Luftdruck passieren. Es gibt verschiedene Hump-Bzeichnungen und Formen. Den normalen Hump (H), den doppelten Hump (H2), den flachen Hump (FH), den doppelten flachen Hump (FH2) und noch weitere Hump-Ausführungen wie CH, EH2 oder EH2+. Die EH-Felgen mit dem „Extended Hump“ können die Reifen noch besser halten, als die Felgen mit dem H2-Hump!

Die Aufgabe ist aber stets identisch: Das Abrutschen vom Reifen soll in Kurvenfahrten verhindert werden. Mittwochs feiert man übrigens den Hump Day, das hat mit der Schutzeinrichtung an den Felgen nichts zu tun, feiert aber den „Buckeltag“ – Mittwochs ist man schließlich „über den Berg“ und darf sich schon aufs Wochenende freuen.

Was sind High-Performance Reifen?

Es gibt Standard, Performance High-Performance und Ultra-High-Performance Reifen. Die Hochleistungs-Reifen mit der Bezeichnung HP (High Performance) verfügen in der Regel über ein laufrichtungsgebundenes Profil und können längere Zeiten mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden. High-Performance Reifen sorgen für kurze Bremswege, einen sehr guten Grip und für ein stabiles Fahrverhalten. Wie immer geht man hier einen Kompromiss ein, denn HP-Reifen haben oftmals einen höheren Verschleiss.

Was ist ein Höhenschlag bei Reifen?

Einen Höhenschlag könnten viele noch vom Fahrrad kennen. Eine verbogene, bzw. verzogene Felge führt unweigerlich zu einem Höhenschlag. Wir haben also eine Abweichung vom Rundlauf des Reifens. Beim Auto kann das auch passieren, wenn man zum Beispiel mit seinem Fahrzeug zu schnell einen Bordstein überfahren hat. Wer seine Reifen unsachgemäß transportiert oder lagert, kann hingegen auch dafür sorgen, dass diese später nicht mehr ganz rund laufen.

Ein Höhenschlag spürt man im Lenkrad, dieses fängt im Geschwindigkeitsbereich zwischen 110 und 120 km/h an zu vibrieren. Spätestens dann sollte man in die Werkstatt um den Fehler zu suchen, denn der Höhenschlag kann die Fahrstabilität beeinträchtigen und die Lager verschleissen auch schneller. Stellt man einen Höhenschlag fest, kann man durch ein verdrehen des Reifens auf der Felge versuchen diesen zu harmonisieren.

Wie testet man die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Reifen?

Reifen müssen einige Tests erfüllen um zugelassen zu werden. Die einzige Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Fahrbahn muss sicher sein. Das Thema Sicherheit wird stets groß geschrieben. Doch wie ermittelt man die Hochgeschwindigkeitstauglichkeit?

Dazu muss ein Reifen auf einem speziellen Rollenprüfstand die maximale Geschwindigkeit, die er laut Speed-Index schaffen soll, 20 Minuten lang aushalten. Anschließend wird die Geschwindigkeit alle zehn Minuten um 10 km/h erhöht, bis zum Defekt. Die Reifen mit einem Geschwindigkeitsindex von „H“ sind als bis 210 km/h geprüft und bei dieser Geschwindigkeit fahrbar.

Wichtig ist, nicht nur auf dem Rollenprüfstand muss der Luftdruck stimmen. Neben dem Luftdruck muss auf eine ordnungsgemäße Montage geachtet werden. Die Reifen müssen stets frei von Beschädigungen sein.

Was ist die Haftung von Reifen?

Unter dem Begriff Haftung versteht man die Fähigkeit der Gummimischung, eine temporäre Verbindung mit der Straße einzugehen. Die Haftung bei Nässe oder Schnee wird über spezielle Lamellenformen und Technologien erreicht. Die Haftreibung, welche zwischen der Fahrbahn und eifenaufstandsfläche entsteht, ist abhängig von der Fahrbahnoberfläche. Auch der Zustand der Fahrbahn, der Zustand des Reifens und die Geschwindigkeit spielen eine übergeordnete Rolle.

Wie schnell darf ich mit dem Geschwindigkeitsindex „H“ fahren?

Findet man auf der Reifenflanke den Geschwindigkeitsindex H, dann darf man maximal 210 km/h mit dem Fahrzeug fahren. Immer drauf achten, man darf immer nur so schnell fahren wie es gemäß Beschilderung erlaubt ist. Trägt der Reifen den Geschwindigkeitsindex „H“ hat der Hersteller unter Beweis gestellt, dass der Reifen unter Last mindestens 20 Minuten die Höchstgeschwindigkeit auf einem Prüfstand ausgehalten hat.

Was ist eine Homologation?

Jeder Reifen, der zugelassen werden soll, muss über eine Homologation verfügen. Das ist die technische Freigabe der Reifen für Kraftfahrzeuge. Die Reifen müssen heutzutage ca. 60 Prüfkriterien erfüllen.

Was SIND DIE HAUPTPROFILRILLEN?

Die Profiltiefe des Reifens wird immer in den Hauptprofilrillen gemessen, innerhalb dieser Rillen sind in der Regel auch die Verschleißanzeiger angebracht. Diese finde man in der mitte der Lauffläche, dort sind auch die Hauptprofilrillen.

Was ist ein HYBRID-Fahrzeug?

Unter dem Begriff Hybrid-Fahrzeuge sammelt man eigentlich alle bivalente Fahrzeuge, die mit mehr als einer Treibstoffart angetrieben werden. Umgangssprachlich sind das Modelle die über einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor verfügen. Verfügt ein Hybrid-Fahrzeug über die Möglichkeit extern den Akku zu laden, spricht man von einem Plugin-Hybrid, diese können in der Regel eine Teilstrecke rein elektrisch zurücklegen und senken somit den Verbrauch und die CO2-Ausstöße auf den ersten 100 km. Bei längeren Fahrten kommt der Verbrennungsmotor zum Einsatz. Durch Plugin-Hybride und durch Elektrofahrzeuge kann der EU-Flottenzielwert von 95 Gramm CO2 auf 100 km erreicht werden.